28 Apr 2010 - 19:30

Die Mittelschicht betrachtet sich gern als Opfer, das vom Staat ausgebeutet wird. Ganz falsch ist dieser Eindruck nicht. Warum also stimmt sie, die ja die Mehrheit der Wähler stellt, für Steuergesetze, die die Oberschicht einseitig privilegieren? Ulrike Herrmann analysiert die wundersame Vermehrung der Milliardäre, die Renaissance des Adels, die Rückkehr der Suppenküchen, die Verachtung für die Unterschicht sowie den fatalen Glauben der Mittelschicht, sie sei privilegiert. Doch die Zeit drängt. Falls die Mittelschicht noch länger ihrem Elitedünkel anhängt, wird sie allein die Kosten für die Finanzkrise zahlen.

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